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02.11.2026 {Marantz SR7000} Heute mal ein HiFi-Gerät aus der Klasse "ist mir viel zu neu und viel zu komplex": ein Marantz AV Surround Receiver SR7000. Irgendwas wie Verstärker, nur viel komplizierter. Das Teil ist extrem schwer und wirkt sehr wertig! Und es macht sich recht breit auf meinem Labortisch. Die Rückseite bietet Anschlussmöglichkeiten fast ohne Ende! Wo sind die Zeiten hin, wo man sich über zwei Lautsprecheranschlüsse gefreut hat? Der erste Arbeitsauftrag: der Lautstärkeregler regelt nicht mehr... Das Ding hat keinen Anschlag, also ist es ein Inkrementalgeber. Ein bekanntes Problem. Der Deckel ist schnell geöffnet. Darunter ist echt was geboten! Jede Eingangskategorie hat ihre eigene Steckkarte. Die Frontplatte wird von einigen Kabeln bedient. Auf der Unterseite hat man mit Schrauben nicht gespart. Wenn man die alle gelöst hat - und noch 4 Stück auf der Innenseite, dann kann man die Front schräg nach vorne aushängen. Die Kabel sind seitlich mit Kabelbindern fixiert. Dafür hat man extra Halteplatinen entwickelt... An verkupferten Schrauben hat man hier nicht gespart. Die beiden Drehregler werden noch von einer Mutter gehalten. Zwei Kabelsätze kann man nur demontieren, wenn man die Platine komplett ausbaut. Aber an die will ich ja eh ran. Das breite Flachbandkabel und der Kabelsatz rechts ist einfach demontierbar, so kann man die Front wenigstens nach links wegklappen. Der Netzschalter ist im Weg und muss auch raus. Da ist er: Nachdem man die fantastillionen Schrauben gelöst hat, mit der die Platine in der Front befestigt ist, kann man auch die zwei letzten Steckverbinder lösen. Die Front ist ein recht komplexes Spritzgussteil... Das ist die Platine aus der Front: Und das ist der Lautstärkeeinsteller: Fünf Lötstellen, zwei davon halten den Rahmen. Den Einsteller gibt es offensichtlich in mehreren Komplexitätsvarianten. Hier hat man auf einige Pins verzichtet. Ausgelötet und die Laschen vorsichtig hochgebogen: Schon kommt man an sie Kontaktmechanik. Weiter muss man dieses filigrane Wunderwerk nicht demontieren. Die dunklen konzentrischen Streifen sind übrigens Dreck. Eine beherzte Dosis Teslanol Tunerspray spült jegliches Oxyd und den Schmodder mit Unterstützung eines Wattestäbchens heraus. Die Lautstärkeregelung funktioniert wieder einwandfrei. Ein gute Gelegenheit, auf das durchdachte Design zu achten: alle wichtigen Signale sind im Bestückungsdruck beschrieben. Sogar die Belegung des Flachbandkabels findet sich hier. Auf zu den nächsten Fehlern! |
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