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26.05.2026 {PRIAM 807-21} Wir schreiben das Jahr 1987 und 300MB Festplattenplatz wiegen 25 Pfund. Dafür bekommt man aber neben 6 Stück 10" Platten in MFM noch zwei riesige Platinen und jede Menge Aluminium. Wir schreiben das Jahr 2026 und Georg S. liefert mir diese großartige Spende sogar frei Haus! Vielen Herzlichen Dank dafür! Die Platte ist relativ unbekannt, aber man findet immerhin eine Kurzübersicht dazu: Sieht harmlos aus, ist aber brachial. Der Spindelmotor benötigt 24V mit ganz vielen Ampere. Die Motorsteuerung hat eine eigene Platine auf der Unterseite. Hier nur mal so zum Vergleich: eine 3,5" HDD etwas modernerer Bauart. Früher war alles schwerer... Garantie - wer braucht die noch? Auf der Rückseite befinden sich die Anschlüsse für Daten und Stromversorgung, sowie eine Verbindung zwischen Motor- und Steuerungsplatine. Ob die Servicenummer noch was bringt? Die Datenverarbeitungsplatine in sehr hoher Auflösung! Hier mischen sich TTL und ECL in trauter Gemeinsamkeit. Der 8039 kümmert sich um die Datenschnittstelle. Die Platine wird vom Plattengehäuse durch eine Matte getrennt, die schon bessere Zeiten gesehen hat... 6 Platter, 12 Köpfe - ein Kopf liest nur Servodaten. Die Signale werden vorab schon verstärkt. Dafür sind diese Spezialbauteile von Silicon Systems da. Ich musste einfach hineinsehen. Diese Mechanik ist einfach schön und die folgenden Fotos sind fast alle von hoher Auflösung! Das Besondere an dieser Platte: Voice Coil Kopfantrieb. Der Kopfstapel wird linear von einer Servospule angetrieben, die wie bei einem Lautsprecher in ein Magnetfeld taucht. Die Steuerung dafür ist aufwändig, die Magnete sind riesig. Dafür war das Teil damals sehr schnell. Immerhin ein Schreib-/Lesekopf, den man noch erkennen kann... Die ganze Mechanik ist fein austariert: Der Magnetkäfig für die Tauchspule macht einen großen Teil des Gesamtgewichts aus. Abschlusswiderstände, so weit das Auge reicht. Dieses unscheinbare Kabel liefert die Kopfsignale. Die Motorsteuerung ist umfangreich. Der Spindelmotor ist - wie gewohnt - im Gehäuse eingelassen. Dazu gibt es noch eine Spulen-betriebene Bremse. Fast wie ein Flipper... Diverse Signale werden über zusätzliche Flex-Kabel ausgeleitet. Das war bei der Produktion bestimmt sehr beliebt... Auf der Motorplatine wurde nicht mit Logik und starken Endstufentransistoren gespart. Irgendwo muss der Strom ja hin. Der Steuerknecht für die Motorsektion: ein Intel MCS-48 mit Portexpander. Eine tolle Festplatte, die durch ihre Größe und Komplexität beeindruckt. Ich hoffe, das Ansehen der Bilder macht euch Spaß! So ein USB-Stick kann zwar millionenfach mehr, sieht aber nicht so gut aus. |
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