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Schneider Amstrad ATARI TRS-80 TI 99/4a Philips P2000C |
04.04.2026 {Philips P2000C - der portable CP/M Rechner} Ein sehr freundlicher guter Bekannter hat mir einen Rechner vorbeigebracht, der zwar problemlos läuft, aber nicht mehr von Diskette lesen will. Beide Laufwerke defekt? Unwahrscheinlich... Laufwerkscontroller defekt? Möglich. Die Geschichte ist einfacher, als man denkt. Der Philips P2000C ist ein super verarbeiteter CP/M-Rechner von 1983, der sich leider nicht recht durchsetzen konnte. Während die Vorläufer P2000M und P2000T noch Desktop-Rechner mit sehr geringer RAM-Ausstattung waren, protzte der P2000C mit dem Prädikat "Portable" - witzig. Immerhin ist der eingebaute 9" Bildschirm eine echte Augenweide und die eingebauten zwei Floppies - wenn sie funktionieren - sind auch sehr praktisch. Der Vorbesitzer hat mir bereits die Mühe abgenommen, das Netzteil zu reparieren. Löblich! Was hätte es auch anderes sein können? RIFA. Die Diskettenlaufwerke lesen beide nicht. Immerhin starten sie und versuchen den Boot-Sektor zu lesen, so ganz kaputt kann die Ansteuerung nicht sein. Gut, dass ich mir vor einiger Zeit mal ein Disketten-Reinigungsset besorgt hatte. Selbst die Flasche Alkohol ist noch brauchbar gewesen. Einige Tropfen und ein paar Umdrehungen später: Das war ja einfach, dann können wir auch gleich noch einen Blick in den Rechner werfen. Diese tragbare Kiste könnte viel leichter sein, wenn man nicht überall massive Alu-Bleche verbaut hätte. Heutige Industrierechner sind oft weniger stabil. NEC µPD765AC - der Floppy-Controller unseres Vertrauens. Anfrage des Philips Marketings an das Philips Entwicklungsbüro: "Bauen Sie ein Gerät mit der maximalen Anzahl an blauen 100nF Keramikkondensatoren. Funktion egal." Die alten 5 1/4" Floppies... hier die Grundversion mit 160k. Einseitig. Das wird nichts mit der MP3-Sammlung. Die Stecker sind alle unterschiedlich, da kann man fast nichts falsch machen. Die lange Steckerleiste ist für eine Erweiterungskarte, wenn ich nicht falsch liege, dann gab es auch eine 8086-Karte, um DOS laufen lassen zu können. Z80 CPU und Grafikprozessor HD46505SP. Noch eine Z80-CPU und 64k RAM. Viel Aufwand für das Signal-Timing... Der Monitor sieht aus wie neu - die Elkos laufen noch alle ohne Auffälligkeiten... Die solide Rückseite ohne Plastikabdeckung: Hier ist genau aufgelistet, was drinnen ist.. Auf der Unterseite versteckt sich noch ein Aufstellbügel. Damit kann man dann die grandios stabile Tastatur etwas unter das Gerät schieben. Dabei fällt auch das Spiralkabel ins Auge, dessen Isolierung komplett abgefallen ist. Das passiert bei allen P2000C. Alles in allem: ein tolles Gerät, um CP/M beim Arbeiten zuzusehen! Genauere Infos und Downloadmöglichkeiten für die CP/M-Software finden sich in diesem Artikel. |
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