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28.03.2026


{NEC TK-80} 1976 wirft auch NEC (Nippon Electric Company) einen 8080 Einplatinenrechner auf den Markt! Der ist bei uns sehr selten anzutreffen und glänzt durch eine sehr japanische Anmutung: extrem hochwertige Verarbeitung, ausschließlich NEC-Bausteine und alles mit viel Plastik und bunt.

NEC TK-80

Die Tastatur kann von unten ihre Herkunft aus den 70er-Jahre-Tischrechenmaschinen nicht verleugnen...

NEC TK-80

Jede Taste besitzt eine transparente Kappe mit sauber ausgedrucktem Papier-Label.

NEC TK-80

Kommen wir zum ersten Problem dieses Einplatinenrechners: die Bausteine sind alt, seltsam und unvollständig. Ein Programm-ROM fehlt (256x8).

NEC TK-80

Der Vorbesitzer hat freundlicher Weise Ersatzbausteine zum µPD464 (256x8 MROM) beigelegt: µPD454D (256x8 EEPROM).

NEC TK-80

Der 8080 macht einem das Leben schwer: er benötigt zusätzlich zu den 5V noch 12V Versorgung.

NEC TK-80

Fast alle Bausteine sind von NEC. Nur ein paar einsame TTLs sind von Signetics - ausgerechnet die Vorgealterten mit "SA"...

NEC TK-80

Selbst die Display-Bausteine sind seltsame NEC-Typen.

NEC TK-80

Das Board sieht aus wie neu - nur die Kabel hat jemand einfach abgezwickt - warum? Kupferdiebe?

NEC TK-80

Die seltenen EEPROMs als Ersatz habe ich jetzt reichlich da. Wenn es denn so einfach wäre...

NEC TK-80

464/454 sind als ROM pinkompatibel, so war es auch gedacht. Zwei Versorgungsspannungen +5V/+12V - geschenkt! Die benötigt der 8080 eh.

NEC TK-80

Aber die Spannungen zum Löschen und Programmieren stellen selbst die unsäglichen 1702A EPROMs in den Schatten: zum Löschen benötigt das EEPROM -40V und +36V. Das ist eine Spannungsdifferenz von 76V...

NEC TK-80

Ich bin gespannt, ob ich mir da einen passenden Programmer zurechtschustern kann. Als Belohnung käme ich dann ohne Adapter aus...


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