Mike McBike @ Home / Arcade Reparaturberichte / Rolling Thunder Reparatur


{Fehlerbeschreibung} Ein Patient mit akutem aphonem Verhalten: sprich es kommt kein Ton raus. Die Zwischennetzsuche ergibt, dass dieser Fehler sehr häufig ist und durch Austausch einiger Kondensatoren geheilt werden kann. Auf dem separaten Sample-Soundboard sind Kondensatoren drauf, die ein 28V-Schaltnetzteil bedienen, dieses wiederum füttert den Vorverstärker für die Speech-Sounds.


{Diagnose} Die Kondensatoren waren weg, aber ein Blick auf die Unterseite der Platine zeigte, dass sie von unten aufgelötet waren. Die zweite Garde Kondensatoren sind die dicken Dinger im Bereich des Audio-Verstärkers. Auch diese waren bereits ausgetauscht worden, die alten abgezwickt und die Neuen auf die Stummel gelötet... naja...

Das war es also auch nicht. Das Oszi zeigt ein Audiosignal um 200mV am Verstärkereingang, sollte also ausreichen. Der Audioverfolger gibt einen klaren Sound wieder, wenn man ihn an den Verstärkereingang hält. Da aber nix rauskommt, wird wohl der LA4460 defekt sein...


{Werkzeug} Hilfreich für die Fehlersuche in Audioteilen ist natürlich ein Oszi, besser ist hier aber ein Audio-Signalverfolger, der einen kleinen Verstärker und einen Lautsprecher enthält. Damit kann man ganz genau hören, ob es noch ein Audio-Signal gibt, und vor allem, wie es sich anhört.

Signalverfolger


{Reparatur} Die Reparatur besteht darin, die provisorisch aufgebrachten Kondensatoren sauber einzulöten und den defekten Audio-Verstärkerbaustein zu ersetzen. Außerdem habe ich dem Patienten noch neue Platinenfüßchen spendiert. Soll ja ordentlich aussehen! Also erst mal den alten Baustein raus und die Lötstellen schön sauber machen...

Dann die Kondensatoren auf dem Sample-Board ordentlich einlöten...

Jetzt die Kondensatoren um den Audio-Verstärker herum sauber löten und vorsichtig mit Heißklebeklecks fixieren. Dann bleiben die auch mechanisch langzeitstabil...

Jetzt noch ein paar Screenshots vom laufenden Spiel... man kann den Ton geradezu hören... ;-)


© 2013 - 2014 · W. Robel e-Mail senden