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{ISKRA 111 Laufzeitspeicher} Ein Laufzeitspeicher aus einer ISKRA 111 (Tischrechner). Auf 4m Nickeldraht werden elektromagnetisch Torsionswellen eingeleitet, diese laufen in ca. 1ms den Draht entlang und werden am Ende elektromagnetisch wieder ausgelesen, verstärkt und wieder am Eingang eingekoppelt. Das reicht für dreizehn Stellen Displaydaten und ein paar Arbeitsregister. War billiger als Kernspeicher und RAM gab's noch nicht. Die Russen haben das elektromagnetisch realisiert, im Westen wurden hierfür oft Piezoaktuatoren eingesetzt. Das schmuddelige weiße Zeug ist übrigens schimmeliges Silikon zur mechanischen Dämpfung... *würg*

Iskra

Eine der vier Silikonaufhängungen für den Draht:

Iskra

Die Torsionsmechanik, dünne Drähte und zwei Magnetspulen:

Iskra

Welche Mühe die sich doch gemacht haben, die Transistoren mit akkurat gebogenen Beinchen überkopf einzulöten...

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Und hier sieht man die Vormagnetisierung der beiden Aktuator / Sensor-Spulen mit einem verstellbaren Permanentmagneten:

Iskra


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